Der Stolz des Universums
April 29, 2008 von derprophet
von Allah für die Menschen bestimmten Stufe aus, so daß Er ihnen solch göttliche Geschenke wie Verstand, Einsicht und Vernunft mitgab und ihnen darüber hinaus die Gnadengabe der Rechtleitung durch die Gottesgesandten zuteil werden ließ. So ist der Menschheit der Weg zu Allah zu gelangen durch vollkommene göttliche Hilfe aufs Beste geebnet. Der absolute Höhepunkt dieses göttlichen Beistandes ist das „Licht Muhammads” - Segen und Friede seien auf ihm -welches in seiner irdischen Erscheinungsform als letzter Gottesgesandter dieser Welt höchste Ehre verlieh.
Wie er dieser Welt Ehre verliehen hat -Allah segne ihn und schenke ihm Frieden
Der ehrwürdige Prophet - Segen und Friede Allahs seien auf ihm - zugleich Erschaffungsgrund und Höhepunkt der auf einander folgenden Ketten der gesamten Existenz, erblickte am Montag, dem 12. Rabi’a al-Awwal, entsprechend dem 20. April des Jahres 571 n. Chr. kurz vor Sonnenaufgang das Licht dieser Welt.
Allgemein gilt es als wahr, daß das Erste was erschaffen wurde sein Licht war. Daraufhin wurde der gesamten Existenz die Ehre zuteil, aus diesem Licht erschaffen zu werden.
Mit seinem Erscheinen wurde diese Welt überflutet von der Barmherzigkeit Allahs. Die Morgende und Abende veränderten ihre Farbe, Empfindungen verstärkten sich. Rede, Zusammenkünfte und freudige Erfahrungen entfalteten sich ohne Ende, alles gewann eine neue Bedeutung und einen neue, anmutige Feinheit. Götzen wackelten, stürzten um und zerbrachen. Im persischen Madayin, der Hauptstadt des
mächtigen Khosrau brachen die Säulen des Palastes weg und Türme stürzten ein. Der Sawa-See trocknete aus, als das brackige Wasser der Unterdrückung und Tyrannei versickerte.
Die Herzen füllten sich mit Empfindungen der Befreiung und des Segens.
Sein Vater war zu Handelsgeschäften nach Damaskus gereist. Auf dem Heimweg erkrankte er und verstarb in Medina, nur zwei Monate vor der Geburt des Propheten - Allah segne ihn und schenke ihm Frieden.
Gemäß dem Brauch der Araber blieb das gesegnete Kind vier Jahre in der Obhut seiner Amme Halima, die es stillte und behütete.
Als der Knabe sechs Jahre alt war, machte sich seine Mutter Amina mit ihm und Umm Ayman, der Dienerin seines Vaters, auf den Weg nach Medina, um dort das Grab ihres Mannes ‘Abdullah, des Vaters des „Lichtes der Welt”, zu besuchen. Während der Reise erkrankte Amina und verstarb an einem Ort namens Abwa, wo sie auch bestattet wurde. Um mit den Worten des Dichters zu sprechen:
0 Du, die verstorben in Abwa ruht,
in Deinem Garten ist erblüht
die wunderschönste Rose dieser Welt
So wurde Muhammad zur Waise und kehrte mit Umm Ayman nach Mekka zurück - Allah segne ihn und schenke ihm Frieden.
Im Alter von acht Jahren verlor er auch seinen Großvater ‘Abd al-Muttalib, später verstarb auch sein Onkel Abû Talib,
der ihn in selbstloser Weise beschützt hatte. Auf diese Weise wurden ihm alle vergänglichen und sichtbaren Unterstützer genommen. Danach blieb keiner ihn zu beschützen und ihn zu lehren außer seinem Herrn. Die Unterstützung durch vergängliche und sichtbare Beschützer während des Lebensabschnittes in dem er am schwächsten und schutzlosesten schien war nichts anderes als ein Ausdruck der göttlichen Weisheit, um ihn auch in dieser Hinsicht zu einem Beispiel für die Menschheit zu machen.
Seine Kindheit und Jugend als Waise verbrachte er in makelloser Reinheit und höchster Tugend, Eigenschaften, die schon darauf hindeuteten, welch glänzende Zukunft vor ihm lag.
Als er das Alter von 25 Jahren erreicht hatte, heiratete er Khadîja - möge Allah mit ihr zufrieden sein. Sie war eine Dame vornehmer Abstammung vom Stamme der Quraysch, dem herrschenden Stamm Arabiens. Die edle Khadija wurde ihm zu einer großen Unterstützung indem sie ihr Leben und ihren Besitz in seine Dienste stellte. Khadîja, die selbst 15 Jahre älter war als Muhammad - Allah segne ihn und schenke ihm Frieden -, war verwitwet und hatte bereits mehrere Kinder. Der Prophet hatte eine wunderbare Beziehung zu ihr, die zu einem Vorbild für die ganze Welt wurde.
Als er alleine war in seinem Ringen war sie die Erste, die ihm zur Seite stand. Als zum Beispiel auf dem Berge Hira die erste Offenbarung zu ihm kam, war er vollkommen erschüttert von der gewaltigen Verantwortung, die Allah ihm auferlegt hatte. Von Furcht ergriffen kehrte er nach Hause zurück.
